E-Mails nach dem Tod richtig regeln
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Zusammenfassung ✅
- 📧 E-Mail-Konten bleiben auch nach dem Tod bestehen und sollten geregelt werden.
- 🔑 Zugangsdaten können an Vertrauenspersonen weitergegeben werden, um Zugriff zu ermöglichen.
- 💾 Mit Programmen wie Mailstore oder als PDF gespeicherte Mails lassen sich E-Mails archivieren.
- ☁️ Cloud-Dienste wie OneDrive, iCloud oder Google Drive bieten einfache Möglichkeiten zum Teilen von Archiven.
- 🛡️ Google und Apple bieten spezielle Funktionen für Nachlasskontakte an, Microsoft nicht.
- 📂 Eine klare Regelung hilft Angehörigen, wichtige Nachrichten und Dokumente zu finden.
- 🧭 Es ist sinnvoll, frühzeitig über den Umgang mit digitalen Daten nachzudenken.
Inhaltsverzeichnis
Warum ist die Regelung von E-Mails wichtig?
Täglich erhalten wir viele E-Mails, von Newslettern bis zu persönlichen Nachrichten. Nach dem Tod stellt sich die Frage: Was passiert mit diesen Nachrichten? Es ist wichtig, frühzeitig zu überlegen, wie mit dem eigenen E-Mail-Konto verfahren werden soll.
Was ist ein E-Mail-Konto?
Ein E-Mail-Konto ist die Adresse, über die Sie E-Mails senden und empfangen. Das kann ein Konto bei Ihrem Internetanbieter sein oder bei großen Anbietern wie Google, Microsoft oder Apple. Es gibt auch kleinere Anbieter, zum Beispiel aus der Schweiz. Unabhängig vom Anbieter sollten Sie festlegen, was mit Ihrem Konto nach Ihrem Tod geschehen soll.
Zugangsdaten weitergeben: Vor- und Nachteile
Wenn Sie möchten, dass Ihre Angehörigen alle E-Mails sehen können, ist es am einfachsten, Ihre Zugangsdaten zu teilen. So können sie direkt auf Ihr Postfach zugreifen. Beachten Sie aber, dass dies auch den Zugriff auf persönliche und private Informationen bedeutet.
E-Mails archivieren mit Programmen
Wenn Sie selbst bestimmen möchten, welche E-Mails Ihre Angehörigen sehen, können Sie ein Archiv erstellen. Auf Windows-Computern ist das zum Beispiel mit dem Programm Mailstore möglich. Ihre Angehörigen können das Archiv dann mit dem gleichen Programm öffnen und ansehen.
E-Mails als PDF speichern
Falls Sie kein Archivprogramm nutzen möchten, können Sie einzelne E-Mails auch als PDF speichern. So legen Sie ein eigenes Archiv an. Speichern Sie die PDFs in einem Ordner auf Ihrem Computer. Sie können das Archiv auf verschiedene Arten weitergeben:
- Speichern Sie eine Kopie auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte. Achten Sie darauf, dass Ihre Angehörigen diese später finden.
- Nutzen Sie einen Cloud-Dienst, um die Dateien zu teilen. Auf Windows-Rechnern eignet sich OneDrive, auf Apple-Geräten iCloud und auf Android-Geräten Google Drive.
Besondere Funktionen bei Google-Mail (Gmail)
Wenn Sie eine E-Mail-Adresse mit @gmail.com nutzen, haben Sie ein Google-Konto. Dort können Sie eine Person bestimmen, die nach Ihrem Tod Zugriff auf Ihre E-Mails erhält. So müssen Sie keine Zugangsdaten weitergeben oder selbst ein Archiv anlegen.
Nachlasskontakt bei Apple-Mail (iCloud)
Bei einer E-Mail-Adresse mit @icloud.com handelt es sich um ein Apple-Konto. Hier können Sie einen sogenannten Erbenkontakt festlegen. Diese Person bekommt nach Ihrem Tod Zugriff auf Ihre E-Mails sowie auf andere Daten wie Fotos und Dateien, die mit dem Konto verbunden sind.
Microsoft-Mailkonten und Nachlass
Nutzen Sie eine Adresse mit Endungen wie @hotmail.com, @live.com, @msn.com oder @outlook.com, handelt es sich um ein Microsoft-Konto. Leider bietet Microsoft derzeit keine speziellen Nachlassfunktionen an. Hier ist es besonders wichtig, selbst eine Regelung zu treffen.
Tipps für den Umgang mit digitalen Nachlässen
Es ist sinnvoll, frühzeitig festzulegen, wie mit Ihren digitalen Daten umgegangen werden soll. Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen darüber und hinterlegen Sie wichtige Informationen sicher. So vermeiden Sie später Unsicherheiten und erleichtern den Umgang mit Ihren digitalen Spuren.
Weitere Tipps finden Sie in großen E-Mail Leitfaden und OneDrive Leitfaden Anleitungen